Straftaten in Schwerin allgemein rückläufig

Inspektionsleiter Ingo Renk stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik für die Landeshauptstadt vor

„Die Gesamtzahl der Straftaten in der Landeshauptstadt ist rückläufig und das Aufklärungsniveau konnte deutlich über dem Landesdurchschnitt gehalten werden.“ stellte der Leiter der Polizeiinspektion Schwerin, Ingo Renk, erfreut fest. Im Jahr 2010 registrierte die Polizei in der Landeshauptstadt insgesamt 13.177 Straftaten. Das sind 773 Straftaten bzw. 5,2 % weniger als noch im Jahr 2009. Die Aufklärungsquote konnte mit 66,46 % auf einem ähnlich hohen Stand wie 2009 gehalten werden. Das sind 6,36 Punkte oder etwa 10 % mehr als im Landesvergleich.

Damit nimmt die Polizei in Schwerin landesweit erneut einen Spitzenplatz ein. Die Häufigkeitszahl ging analog zum Landesdurchschnitt zurück. Der Landestrend ist auch in speziellen Deliktsbereichen in der Landeshauptstadt erkennbar.

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2010

So wurde im Jahr 2010 im Bereich der Straßenkriminalität, also Straftaten im öffentlichen Raum, auf Wegen und Plätzen, die Positivtendenz seit 2008 weiter beobachtet. Es wurden 8,5 % weniger Straftaten in diesem Bereich registriert. Das sind 219 Taten weniger. Die Erhöhung der hier erreichten Aufklärungsquote von 19,5 % (2009 noch 29,74 %) auf den Landeswert von 24,1 % ist eines der gesteckten Ziele für das Jahr 2011.

Die Diebstahlsdelikte nahmen im Zeitraum 2009-2010 um 375 (9 %) ab und sanken damit auf 3796 Fälle. Im Gegensatz zum Land (37,9 %) macht der Bereich der Diebstahlsdelikte nur einen Anteil von etwa 28 % der Gesamtzahl der Straftaten in der Landeshauptstadt aus. Im Teilbereich der Ladendiebstähle verringerte sich die Zahl der registrierten Fälle um 58 auf 773 (-7 %) gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote um etwa 3,37 Punkte auf 91,46 % gesteigert werden.

In Schwerin wurden im Jahr 2010 64 Kraftfahrzeugdiebstähle gemeldet. Das sind neun Fälle weniger als noch 2009 (- 12,3 %). 225 Einbrüche in Kraftfahrzeuge wurden gezählt, das sind 120 Fälle (34,78 %) weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein ähnlicher Trend ist erkennbar bei den Diebstählen von Außenteilen von Kraftwagen. Hier wurden 284 Fälle in 2010 statt 325 Fälle in 2009 gezählt.

Einen großen Raum nimmt insbesondere das Erschleichen von Beförderungsleistungen im Personennahverkehr, umgangssprachlich als „Schwarzfahren“ bezeichnet, ein. Von den 4631 in Schwerin registrierten Vermögens- und Fälschungsdelikten entfallen allein 3087 auf die Beförderungserschleichung. Das entspricht einem Anteil von 66,66 % . Die Zahl der Beförderungserschleichungen ging jedoch im Vergleichszeitraum um 6,8 % oder 225 registrierte Taten zurück.

Bei einem für die Schweriner Bürger ärgerlichen Deliktsfeld mit großem Einfluss auf das Sicherheitsgefühl ist ebenfalls ein Rückgang erkennbar. Im Jahr 2010 wurden 62 Farbschmierereien im Stadtgebiet weniger zur Anzeige gebracht als im Vorjahr (431 2009). Das entspricht einem Rückgang von 14,3 %.

Insgesamt stellt die Polizei fest, dass kein Stadtteil der Landeshauptstadt überdurchschnittlich von Kriminalität betroffen ist.

Als eines der zukünftigen Arbeitsfelder wurde auch in Schwerin die Internetkriminalität erkannt. Ihr Anteil an den Betrugstaten stieg leicht von 8,8 % auf 9,5 %. Die Aufklärungsquote konnte hier aber ebenfalls von 70,0 % auf 71,14 % gesteigert werden.

Insgesamt wurden 5.642 Tatverdächtige (263 weniger als im Vorjahr) ermittelt. Der Anteil der unter 21-jährigen Tatverdächtigen verringerte sich um 79 auf 1650. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich jedoch auf 313. Im Jahresmittel ist hier jedoch keine spezielle Häufung erkennbar.

Im Jahr 2010 gab es in Schwerin vier Totschlagsdelikte. Alle wurden aufgeklärt. Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erhöhte sich um sieben auf 65. Die Aufklärungsquote konnte hier im Vergleich zu 2009 auf fast 77 % gesteigert werden.

„Die Erfolge der letzten Jahre dürfen jedoch nicht zu Sorglosigkeit verleiten. Die Polizei in der Landeshauptstadt hat ihre Hausaufgaben gründlich gemacht, damit Schwerin auch zukünftig eine sichere und lebenswerte Stadt bleibt.“ so POR Renk zum Abschluss seiner Ausführungen zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2010 für die Landeshauptstadt.

Quelle: Polizeiinspektion Schwerin


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