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SVZ öffnet Foto-Archiv!

Der offizielle Blick – Bildjournalismus und sein regionalgeschichtlicher Wert / Neue Sonderausstellung in Mueß

Die letzten Schweine für den Minister. Bauernprotest im Oktober 1993. (Foto: SVZ/Ernst Höhne)

Foto: (c) SVZ/Ernst Höhne

Das SVZ-Foto-Archiv öffnet erstmalig seine Kisten und Schränke. Darin schlummerten jahrzehntelang etwa 300.000 Fotografien. Das medienhaus:nord, der Zeitungsverlag für die Schweriner Volkszeitung, bewahrte dieses einzigartige Fotoarchiv aus nahezu 100 Jahren Verlagsgeschichte. Jetzt überlässt der Verlag diesen Archivbestand dem Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin Mueß zur ständigen Aufbewahrung und Aufbereitung.

Der Entstehungszeitraum des SVZ-Archivs erstreckte sich über mehrere politische Systeme. Das macht es aus heutiger Sicht zu einem visuellen Gedächtnis der Geschichte dieser Region. Kontinuität und Wandel, Spektakuläres und Sinnliches, Politisches und Triviales wurde aus verschiedenen Blickwinkeln der jeweiligen Fotografen – zumeist auftragsgerecht – festgehalten. Aus dem Zeitverständnis heraus dienen die Aufnahmen nun dem Museum als kleine Rohdiamanten zu einer neuen Erklärung von Heimat.

Die feierliche Eröffnung der ersten Sonderausstellung unter dem Titel: „Der offizielle Blick – Bildjournalismus und sein regionalgeschichtlicher Wert“ startet am 9. Juli 2016 um 15 Uhr im Mueßer Kunstkaten. Die Aussteller präsentieren zwar nur einen kleinen aber sehr prägnanten Ausschnitt des Medienarchivs. Dieser soll den Blick des Besuchers auf den des Bildjournalisten in seiner jeweiligen Zeit lenken.

Die Ausstellung kann zeigen, dass Fotografie mehr als dokumentarischen Wert besitzt. Die Fragen nach den offensichtlichen Hauptmotiven der Fotografien lauten ja: Wer fotografierte wann, was und wo? Doch die Bildausschnitte oder auch die Auswahl der Motive sollen ästhetisch, politisch und auch manipulativ in die Zeit und zum Auftrag passen. Und sie zeigen halt immer auch den nicht ganz so offiziellen Blick: die subjektive Sicht des Fotografen. Warum ist gerade dieses Bild entstanden, ausgewählt, veröffentlicht und erhalten geblieben? Und wie hat der Fotograf seinen Auftrag erledigt?

Viele dieser Fragen finden erst eine Antwort, wenn mehrere Fotografien zu einem Thema, aus unterschiedlichen Zeiten und von verschiedenen Fotografen nebeneinander stehen. Im Idealfall ist auch der Zeitungsbericht überliefert, für den das Pressefoto benötigt wurde. Diese Chancen bietet jetzt eines der größten Bildarchive des Landes auf seine ganz besondere Weise.

Vor den Museumsmitarbeitern stehen riesige Herausforderungen. Sie werden nun jahrelang die Fotos erschließen und archivieren. Die Masse an Fotos zu bewältigen, ist die eine Sache. Die Bilder besitzen zum großen Teil auch eine enorme Vielfalt an Inhalten und Zeitfenstern. Das macht die besondere Qualität dieses Fotobestandes aus. In diesem breiten Bilder-Spektrum steckt für das Schweriner Volkskundemuseum ein großes Inspirationspotential, besonders für künftige spannende Themen- und Ausstellungsprojekte. Die Spurensuche hat begonnen…

 

Quelle: Volkskundemuseum Mueß


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