Skip to main content

Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Test erspart vielen Frauen mit Brustkrebs die Chemotherapie

Seit 2009 wird in den HELIOS Kliniken in Schwerin bei Brustkrebs-Patientinnen der sogenannte uPA/PAI-1-Test eingesetzt. Mit ihm kann bestimmt werden, ob eine Chemotherapie sinnvoll ist.

Prof. Dr. Petri„Bei kleinen Geschwülsten in der Brust profitieren nicht alle Frauen von einer Chemotherapie, deshalb ist es wichtig mit diesem Test eine Entscheidungshilfe zu erhalten“, sagt Prof. Dr. med. Eckhard Petri, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums der HELIOS Kliniken Schwerin. „Diese Patientinnen sind umsonst den möglichen unangenehmen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall ausgesetzt.“

Jährlich erhalten mehr als 57.000 Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Rund drei Viertel aller Patientinnen, bei denen der Brustkrebs in einem frühen Stadium durch das Mammographie-Screening entdeckt wird, haben keine befallenen Lymphknoten in der Achselhöhle. Für diese Patientinnen ist dieser Test sehr sinnvoll, vorausgesetzt, er wird bei der Erstoperation durchgeführt.

„Mit dem Test können wir nun konzernweit sicherstellen, dass wir die Chemotherapie bei Patientinnen mit Brustkrebs nur dann insetzen, wenn sie wirklich etwas bringt“, so Professor Dr. Ralf Kuhlen, Geschäftsführer Medizin bei HELIOS. „So wird vielen Patientinnen die belastende Therapie erspart. Gleichzeitig  haben  Frauen, bei denen das Testergebnis zeigt, dass die Chemotherapie notwendig ist, größere Gewissheit“, so Kuhlen.

Mit dem Test werden die Aktivitäten der Eiweiß-Enzyme uPA und PAI-1 ermittelt: Je niedriger der uPA-Wert ist, desto geringer ist das Risiko einer Neuerkrankung. In diesem Fall reicht eine Operation mit anschließender Strahlentherapie und eventuell einer Antihormontherapie aus. Eine Chemotherapie ist dann nicht erforderlich. Bei einem erhöhten Wert hingegen kann der Krebs im Körper streuen, so dass Patientinnen von einer Chemotherapie profitieren. Durch die enge Zusammenarbeit der HELIOS Gynäkologen und Pathologen liegt der Befund des uPA/PAI-1-Tests den Patientinnen innerhalb von ein bis zwei Tagen vor. Mit der entsprechenden Therapie kann dann schnell begonnen werden.

Die HELIOS Kliniken setzen das Verfahren jetzt in allen gynäkologischen Fachabteilungen ein.

Foto-/Filmmaterial und Kurzfilm zum Testverfahren: www.helios-kliniken.de. HELIOS Fachportal Brustkrebs: www.helios-vital.de/Brustkrebs


Grit Czapla

Foto: Prof. Dr. Eckhard Petri, Chefarzt der Frauenklink der HELIOS Kliniken Schwerin und Leiter des interdisziplinären Brustzentrums


Ähnliche Beiträge

UB-Fraktion begrüßt B-Plan-Vorhaben „Warnitzer Feld“

Städtische Infrastruktur muss mit Einwohnerentwicklung Schritt halten Die Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER unterstützt die Pläne für den Bebauungsplan Nr. 118 „Warnitzer Feld“. Trotz Bedenken gegen die anhaltendenden Flächenversiegelungen in der Stadt hat die Fraktion dem Aufstellungsbeschluss in der letzten Sitzung des Hauptausschusses vor der Sommerpause zugestimmt. Die Nachfrage nach Bauland in der Landeshauptstadt sei anhaltend hoch. […]

Polizei weckte betrunkenen Autofahrer in Wittenförden

In Wittenförden hat die Polizei am frühen Donnerstagabend einen betrunkenen Autofahrer am Steuer seines Wagens wecken müssen. Der Autofahrer hatte an einem Straßenrand angehalten und war dort eingeschlafen. Die durch eine Zeugin informierte Polizei klopfte dann an die Seitenscheibe des Autos und weckte den sichtlich betrunkenen 61-jährigen Fahrer, der aufgrund seines Zustandes nicht mehr in […]

Betrunkener Radfahrer greift Polizeibeamte an

Am 27.03.2020 gegen 18:30 Uhr wurde der Schweriner Polizei ein Radfahrer in der Körnerstraße gemeldet, welcher offensichtlich nicht in der Lage war, sein Rad sicher zu führen. Der 44-Jährige Deutsche stürzte mit dem Rad und entfernte sich anschließend fußläufig mit seinem Fahrrad. In der Folge schob der 44-Jährige sein Fahrrad mutwillig in zwei parkende PKW, […]