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Tour-Stopp des Nano-Trucks am 17. und 18. Mai in Schwerin

Womit beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher in der Nanotechnologie? Welche Entwicklungspotenziale bietet diese Schlüsseltechnologie und kann man Nanotechnologie auch studieren? Antworten auf diese und andere spannende Fragen gibt es am Montag und Dienstag, 17. und 18. Mai auf dem Altstädtischen Markt im nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Im Erd- und Obergeschoss des nanoTrucks konzentriert sich das Geschehen während der Schweriner „Tour de Nano“ auf kommentierte Schülerführungen mit Live-Präsentationen angewandter Nanotechnologie sowie auf spezielle Schüler-Workshops zur näheren Beschäftigung mit einer der Schlüsseltechnologien des  21. Jahrhunderts. Unter Anleitung der beiden projektbegleitenden Wissenschaftler, Dr. Katharina Müller und Dr. Marco Kollecker, gehen Jugendliche den Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologie in so wichtigen Anwendungsbereichen wie der ressourcenschonenden Energiegewinnung auf den Grund, indem sie  mit einfachen Hilfsmitteln spezielle Solarzellen bauen. Ziel ist es, eines der derzeit spannendsten Technikfelder im Rahmen von nanotechnologischen Schüler-Praktika selbstständig zu erforschen und hinsichtlich seiner Attraktivität als mögliches Studien- oder Ausbildungsziel zu bewerten.

Neben den Schüler-Praktika stehen im nanoTruck individuelle und geführte Ausstellungsrundgänge für interessierte Schweriner Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt des Nano-TruckVeranstaltungsprogramms. Während der „Offenen Tür im nanoTruck“ am Montag, 17.05., von 14 bis 18 Uhr, und am Dienstag, 18.05., von 13.15 bis 15 Uhr, berichten die nanoTruck-Wissenschaftler neugierigen Besuchern über die Zukunftspotenziale und Karrierechancen in der Nanotechnologie, informieren über ihre gesellschaftlichen Herausforderungen und geben Auskunft über die Arbeit der begleitenden Risikoforschung.

Interaktivität groß geschrieben
In ihren Live-Demonstrationen greifen die nanoTruck-Wissenschaftler zurück auf interaktive Ausstellungsobjekte, die auf oft verblüffende Art und Weise deutlich machen, was die Nanotechnologie heute schon leisten kann – vor allem aber, was sie in Zukunft noch leisten soll. Etwa im Bereich der Medizin, wo man sich auf Basis der Nanotechnologie mit neuen Behandlungsmethoden in der Krebstherapie (therapeutische Nanoteilchen) beschäftigt, hocheffiziente Beschichtungen für medizinische Instrumente und Hörhilfen entwickelt und, beispielsweise zur Behandlung der Augenkrankheit „Grauer Star“, der sogenannten Linsentrübung, neue Wege der gezielten Freisetzung winziger Mengen von Arzneimittelwirkstoffen erforscht.

„In medias nano!“ bei den Schüler-Praktika im nanoTruck

Nano TruckEbenso direkt ins Herz der Nanotechnologie führen zwei Schüler-Praktika am großen Labortisch im Erdgeschoss des Doppelstöckers, bei denen die Jugendlichen selbst Hand an die Nanotechnologie legen. Aufgeteilt in Zweierteams basteln sie mit Hilfe von Hibiskusblütentee, Büroklammern, einfachen Glasplättchen, von dem eines mit nanoskaligem Titandioxid beschichtet ist, und Bleistift-Graphit ihre eigene nanokristalline Farbstoffsolarzelle, eine so genannte „Grätzelzelle“. Ziel des Workshops ist die Erkenntnis, dass die Einsatzgebiete der Nanotechnologie sehr vielfältig sind und ihre technischen Möglichkeiten auch in der Ressourcen schonenden Energiegewinnung eine bedeutende Rolle spielen können.

Offene Türen für alle Interessierten

Doch nicht nur Schulklassen haben am 17. und 18. Mai Gelegenheit zur Begegnung mit der Nanotechnologie. Die Stadt Schwerin lädt alle Interessierten zu einer Stippvisite in den nanoTruck ein. Dabei kann man zum Beispiel erfahren, wie sich hunderte medizinischer Tests auf der Fläche eines Fingernagels durchführen lassen und speziell beschichtete Nanopartikel einem Krebsgeschwür den Garaus machen. Wer will, der kann sich an über sechzig, mehrheitlich interaktiven Ausstellungsobjekten auf zwei Ebenen und an zahlreichen Multimedia-Terminals intensiv über die Grundlagen, Chancen und Herausforderungen der Nanotechnologie informieren und mit den Wissenschaftlern persönliche Fragen diskutieren.


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