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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Verlässlichkeit in schwierigen Zeiten

Die Verwaltungsspitze des Schweriner Sozialamtes hat ungeachtet der  Haushaltsdramatik Vertreter von Verbänden und Vereinen, Senioren – und Behindertenbeirat sowie Mitglieder des Sozialausschusses eingeladen, um über die Vergabe der begrenzten Mittel an Verbände und Vereine zu beraten.

Obwohl dieser Kreis nur eine beratende Funktion hat und das Votum der Verwaltung auf der nächsten Ausschusssitzung vorgelegt wird, muss zum Beratungsergebnis  zweierlei angemerkt werden:

1. Zunächst sind sich alle Mitglieder dieses Gremiums einig, der Verwaltung zu empfehlen, am Gesamtbudget keinerlei Kürzungen mehr vorzunehmen. Nicht nur die Tatsache, dass die Mindestinfrastruktur an sozialen Dienstleistungen im Beratungsbereich und in der offenen Seniorenarbeit erhalten bleiben muss, ist entscheidend. Die Tatsache, dass der gedeckelte Zuschuss de facto eine Kürzung bei den Leistungserbringern zur Folge hat, ist unbestritten. Ebenso die Tatsache, dass sowohl im Seniorenbereich als auch im Beratungsbereich die vorhandenen Dienste allesamt in Verbundsystemen stadtweit agieren, um die Ressourcen aufeinander abzustimmen, Kräfte zu bündeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei ist die langjährige Erfahrung und Zusammenarbeit  der Vernetzung von unschätzbarem Wert, um die schon entstandenen Lücken möglichst zu kompensieren,  so z. B. in der allgemeinen Sozialberatung, im Bereich der Migration oder in der Behindertenberatung. Auch wenn es hier und da noch zu Veränderungen kommen wird, die Empfehlung an die Verwaltung ist eindeutig: Aus fachlicher und gesamtpolitischer Verantwortung sind gesicherte Rahmenbedingungen für Leistungserbringer wie für Leistungsempfänger unabdingbar.

2.Und noch etwas: Es ist keine Selbstverständlichkeit, wenn es ausgerechnet in Zeiten knapper Kassen gelingt, zwischen Politik,  Verwaltung und Dienstleistern einen weitgehenden Konsens im Vorschlag der Mittelverteilung zu erreichen. Das ist nicht nur ein „weicher Standortvorteil“ für die Landeshauptstadt Schwerin. Es ist Ausdruck einer Gesamtverantwortung, der sich die verschiedenen Akteure bewusst sind. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltungsentscheidung deshalb auch breite politische Zustimmung und Unterstützung erfährt.


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