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Viel Selbstvertrauen, null Arroganz

Fünf Spiele, fünf Siege, ein Titelgewinn: Der erste Spielmonat des Volleyballmeisters SSC Palmberg Schwerin der aktuellen Saison war ein Erfolg auf ganzer Linie, bestätigt Cheftrainer Felix Koslowski (33) im Interview.

Viel Selbstvertrauen, null Arroganz. (FOTO: Eckhard Mai)

Felix Koslowski, der Oktober mit insgesamt fünf Spielen liegt hinter dem SSC – Ihr Fazit für diesen ersten Monat der Saison?

Ich glaube, wir hätten nicht perfekter starten können. Wir haben in fünf Spielen nur einen Satz verloren, in Vilsbiburg bei einem unglaublich schweren Auswärtsspiel, ansonsten die komplette Punktausbeute geholt und den Supercup mit 3:0 gewonnen. Ich bin fast ein bisschen überrascht, dass der Anfang schon so gut geklappt hat, obwohl noch längst nicht alles so perfekt läuft, wie wir uns das vorstellen.

Hatten die anderen mehr Startschwierigkeiten oder ist der SSC einfach viel besser?

Ich glaube, es war und ist für alle Vereine noch nicht leicht, das wird schon alles noch näher zusammenrutschen. Wir hatten den Vorteil, dass wir auf ein paar Positionen schon besser eingespielt waren als andere Mannschaften. Im Moment sieht es teilweise auch sehr deutlich aus nach den Matchergebnissen, aber die einzelnen Sätze waren oft knapp, da können ein, zwei schnell auch gegen uns ausgehen.

Wo steht die Mannschaft leistungstechnisch im Moment?

Das Team hat schon eine sehr hohe Grundqualität, aber natürlich können, müssen und werden wir noch an einigen Stellen arbeiten, mit denen wir aber auch von vornherein gerechnet haben. Zum Beispiel mit den Abstimmungsproblemen in der Annahme. Im Block läuft noch nicht alles ganz rund, im Angriff gibt’s immer mal noch ein paar Abstimmungsprobleme mit dem ersten Tempo. Das Potential ist aber hoch, die Mannschaft hat einen guten Charakter, die Arbeit macht extrem viel Spaß.

Was hat Sie in diesem ersten Monat am meisten beeindruckt?

Natürlich der Supercup-Sieg, was ein optimaler Start war, weil sowas viel Druck nimmt, entspannter arbeiten lässt, gleich ein gutes Gefühl ins Team trägt. Aber auch, dass wir bisher jeden Satz, der am Ende eng wurde, für uns entscheiden konnten. Das ist unglaublich gut von der Mannschaft, die Crunch Time so zu beherrschen, weniger Fehler als der Gegner zu machen, keine Angst zu haben, dass sie in dieser Phase die nötige Leistung nicht abrufen könnte. Dieses Selbstvertrauen müssen wir uns für die nächsten Monate erhalten, ohne arrogant oder leichtsinnig zu werden. Für uns ist das keine Selbstverständlichkeit, dass nun jedes Heimspiel ein Heimsieg wird und nur die Frage steht, ob wir einen Satz abgeben oder nicht. Das ist eine gefährliche Haltung, davon distanzieren wir uns. Wir müssen immer unsere Top-Leistung bringen, so wie gegen Aachen. Und es wird auch der Tag kommen, wo uns das mal nicht gelingt.

Von den Neuzugängen stehen bislang nur Angreiferin Gréta Szákmary und Libera Luna Carocci in der Starting Six, den Rest des Teams konnte man punktuell sehen. Wird sich da noch was verschieben?

Alle im Team werden noch mehr Spielzeit bekommen. Am Anfang der Saison geht es erst einmal um Stabilität, deshalb haben wir auf die bewährten Spielerinnen zurückgegriffen, und Gréta und Luna haben sich sehr gut integriert. In der langen Distanz der Saison werden wir alle brauchen und Praxis geben, werden schauen, dass die ganze Truppe für Training und Wettkampf funktioniert und dabei ist.

Kathrin Wittwer

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