Weinbergschüler erfolgreich von den Special Olympics zurückgekehrt

Golfer und Leichtathleten überzeugten

Noch immer ist das Glänzen in ihren Augen zu sehen: Neun Schüler der Weinbergschule des Diakoniewerks Neues Ufer kehrten Ende vergangener Woche medaillenbehangen von den Special Olympics, einem Sportevent für Menschen mit geistiger Behinderung in Karlsruhe, zurück. Die Schüler überzeugten im Golf und in der Leichtathletik.

Zusammen mit fast 3.600 Athlete aus ganz Deutschland traten die Weinbergschüler bei den Spielen an. Ebenfalls aus Mecklenburg-Vorpommern dabei: Sportler der Dreescher Werkstätten und der Grevesmühlener Schule. Es war die vierte Teilnahme von Weinbergschülern bei den Special Olympics National Games, den Sportspielen für geistig und mehrfach behinderte Menschen. Die 16- bis 18-jährigen Sportler waren Teil der vergleichsweise kleinen Mannschaft aus M-V: 29 Sportler kamen aus dem Nordosten – zum Vergleich, Baden-Würthemberg schickte allein 1041 Athleten ins Rennen. Bei den Special Olympics, einer Sportbewegung für behinderte Menschen, die aus den USA kommt, geht es nicht vorrangig ums Gewinnen: „Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!“ lautet der Leitspruch der Spiele. Zweimal Gold, zweimal Silber und sieben Bronzemedaillen brachten die Weinbergschüler nach Hause.

Doch fast mehr noch, als die Wettkämpfe, begeisterten sich die Schüler für das ganze Drumherum: Leichtathlet Fabian Hagen, er war schon zum zweiten Mal bei den Special Olympics dabei, faszinierte die Athmosphäre: „Die Tänzer bei der Eröffnungsveranstaltung waren toll“, erzählt der 19-Jährige und Golferin Susann Emer ergänzt: „Wir haben das Fußballspiel gegen Portugal auf einer Großbildleinwand gesehen – und wir haben die Daumen gedrückt!“ Die Golfer waren zum zweiten Mal bei den Special Olympics dabei – begleitet wurden sie von Ole Gutberlet, der im Rahmen des Projekts „Kid Swing“ mit den Weinbergschülern bei Winston Golf in Vorbeck trainiert. Sportlehrerin Kathrin Otto ist stolz auf alle ihre Schützlinge. „Alle haben gekämpft, haben alles gegeben. Und die Zeit ohne Eltern in Karlsruhe hat die Schülern noch einmal besonders gefordert. Ich bin sehr froh, dass wir unseren Schülern die Teilnahme ermöglichen konnten“, sagt die Lehrerin. Möglich wurde die Reise nur dank zahlreicher treuer Sponsoren, die in den vergangenen zwei Jahren der Schule beim Sparen für dieses Großereignis geholfen haben. Der Verein Bürger für Schwerin e.V, der Rotary Club Schwerin, die Stiftung Horizonte und das Busunternehmen Landreisen haben neben vielen Spendern kleinerer Beträge diese Reise maßgeblich mitgetragen. „Wir sind allen zu großem Dank verpflichtet. Wir werden uns persönlich bedanken und ihnen mit unseren Fotos und den Geschichten der Kinder zeigen, dass sie eine wirklich gute Sache unterstützt haben“, kündigt Kathrin Otto an.

Gruppenfoto mit Medaillen: Zweimal Gold, zweimal Silber und sieben Bronzemedaillen brachten die Weinbergschüler von den Special Olympics, den Sportspielen für Menschen mit geistiger Behinderung nach Hause. Möglich wurde die Reise unter anderem dank zahlreicher Sponsoren.

Thomas Naedler

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