Der Januar 2011 im Schleswig-Holstein-Haus

Ob „Möbel mit Geschichte“, Esperanto-Konzert, oder Rudi Hurzlmeiers komische Kunst. Im Schleswig-Holstein-Haus ist auch im Eismonat Januar wieder vieles zu sehen, zu hören und zu bestaunen.

Noch bis 09.01.2011
Gerhard Moll (Berlin 1920 – 1986)
Ölbilder und Aquarelle

Er wurde in Berlin-Prenzlauer Berg geboren und hat die Stadt nur verlassen, um das Meer zu sehen und es immer wieder zu malen. Porträts, die Großstadt, der Strand und der Himmel sind seine häufigsten Motive.
Von 1952-1955 war er Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der Deutschen Akademie der Künste in Ostberlin, danach sein künstlerischer Assistent, was 1961 mit dem Mauerbau abrupt endete. Seitdem arbeitete er als Freiberufler sehr zurückgezogen. Als er 1986 in seinem Atelier starb, kannten ihn nur noch wenige.
Ausstellungsdauer: 5.11. – 9.1.2011
Eintritt: 5,- € / erm. 3,- €
(Schleswig-Holstein-Haus)

bis 30.01.2011
Schweriner Wohnen – Möbel mit Geschichte
Ausstellung

Die Ausstellung wurde anlässlich des 850. Stadtjubiläums erarbeitet. Die Exponate zeigen die Entwicklung von Wohnkultur in Schwerin von der frühen Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert, textliche Erläuterungen ordnen sie stadt- und kulturgeschichtlich ein. Während das Wohnen im späten Mittelalter und der Renaissance nur anhand von archäologischen Funden und erhaltenen Einzelstücken veranschaulicht werden kann, stehen für das 19. und 20. Jh. ganze Zimmereinrichtungen zur Verfügung.
Ausstellungsdauer: 4.06. – 30.01.2011
(Stiftung Mecklenburg und Landeshauptstadt Schwerin)

Mi., 05.01.2011, 17.00 Uhr, Gartensalon
„Glück im Vergessen“
Gezeigt wird der gleichnamige Film von Marianne Pletschers.
Die Diagnose Demenz macht erst einmal Angst. Aber Demenzkranke können in Würde leben, Lebensqualität haben und sogar glücklich sein. Das ist für viele unvorstellbar, ganz besonders für Angehörige, die Erkrankte pflegen und begleiten. Marianne Pletschers sensibler Film zeigt, dass Glück im Vergessen möglich ist, wenn den Menschen entsprechend geholfen wird. Im Anschluss wird es Zeit für Gespräche geben.
Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0385/52133818
Eintritt: frei
(Zentrum Demenz)

Sa., 08.01.2011, 16.00 Uhr, Saal
Esperanto – Konzert
Zum 45-jährigen Bestehen des Esperanto Klub Schwerin präsentiert Mikaelo Bronstein aus Tichwin in Russland seine eigenen Werke und Kompositionen in Russisch, Ukrainisch, Polnisch und in Esperanto.
Eintritt: frei
(Kulturbund Schwerin)

So., 16.01.2011, 16.00 Uhr, Saal
Stunde der Musik
TRIO ARTPASSION

Musik für Marimbaphon, Klarinette und Bass präsentieren Andreas Winkler, Hajo Willimczik und Karsten Lauke von der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin.
Das Ensemble hat sich innerhalb weniger Jahre ein umfangreiches Repertoire erarbeitet und sorgt über Mecklenburg hinaus für Aufmerksamkeit. Bei einem internationalen Kontrabass-Symposium im Oktober des Jahres 2010 spielten die Musiker einen eigenen Konzertabend am Berliner Gendarmenmarkt. Seit mehreren Jahren gestaltet das Trio dieses kleine Neujahrskonzert im Schleswig-Holstein-Haus, in dem sie ein temperamentvolles musikalisches Programm mit poetischen Texten und eigener, oft humorvoller Moderation mischen.
Wir empfehlen den frühzeitigen Kartenkauf!
Eintritt: 10,- € / 8,- € für Schüler
(Mecklenburgisches Staatstheater und Schleswig-Holstein-Haus)

Fr., 21.01.2011, 19.00 Uhr
Schwer in Form – Hurzlmeiers komische Kunst
Eröffnung

Im November 2010 wurde er mit dem Deutschen Karikaturenpreis ausgezeichnet!
Er ist Maler, Zeichner, Cartoonist und Autor und lebt in München. Zusammen mit Gerhard Glück, Michael Sowa, Ernst Kahl und Bernd Pfarr gilt er als Begründer und Hauptvertreter der komischen Malerei. Diese Künstler bringen ihre Bildwitze nicht mit dem flüchtigen Federstrich des klassischen Cartoons zur Geltung, sondern mit den Mitteln der klassischen Malerei – aufwendig gemalt und oft großformatig.
Rudi Hurzlmeier ist einer der exzentrischsten Meister der komischen Kunst. In seinen Gemälden spielt er virtuos mit der Diskrepanz zwischen seiner altmeisterlichen Malweise und komischen, oft absurden, manchmal makabren Motiven. Vom Akt über die Landschaft, das Historienbild und das Porträt bis hin zum Stillleben ist kein Genre der klassischen Malerei gegen seinen  ikonoklastischen Zugriff gefeit. Indem er konsequent die Klischees und Erwartungen unterläuft,  löst er beim Betrachter Verblüffung, Irritation und schließlich Heiterkeit aus. Seine Bilder und sein Humor zeichnen sich durch barocke Opulenz aus. Da ist alles großzügig aufgetragen, die Farben glühen wie im Rausch, die Linien verraten eine Vorliebe für Üppiges, und aus jedem Pinselstrich quillt die Lust am Grotesken, am Kitsch und auch an unerwarteten Assoziationen. Aber  Hurzlmeiers Kunst erschöpft sich nicht in Parodie und Provokation – bei ihm halten sich Verball-hornung und Hommage die Waage. Indem er das Pathos entlarvt, plädiert er für Menschlichkeit. Bei allem Spott schwingt immer auch die respektvolle Würdigung mit. Rudi Hurzlmeier, 1952 im niederbayrischen Kloster Mallendorf geboren, lebt und arbeitet als Zeichner, Maler, Cartoonist und Autor in München. Nach dem Abbruch seiner Schulausbildung arbeitete er (laut eigenen Angaben) als Tankwart, Dressman, Fallschirmartist, Fliesenleger, Gigolo u.a., ehe er sich ab 1981 als Autodidakt der komischen Kunst zuwandte. Mit Erfolg: Seine gezeichneten und gemalten Cartoons erscheinen in so unterschiedlichen Zeitschriften wie »Titanic«, »Penthouse« und »Süddeutsche Zeitung«. Er hat über 30 Bücher veröffentlicht, darunter die Monografie »Meisterwerke der komischen Periode« (2004) und zuletzt »Das Urknall-Komplott« (2009).
Ausstellungsdauer: 22.1. – 13.3.2011
Eintritt: zur Eröffnung frei, ab 22.1.: 5,– € / erm. 3,– €
(Schleswig-Holstein-Haus)

Do., 27.01.2011, 16.00 Uhr, Gartensalon
Plattdeutsch
Wie immer im Januar kramen die Mitglieder des „Plattdütsch Kring tau Swerin“ im „Norddeutschen Leuchtturm“, der Wochenendbeilage der Norddeutschen Zeitung, die von 1946 bis 1991 in den 3 Nordbezirken der DDR erschien. Darin wurde den plattdeutschen Schreibersleuten eine Plattform gegeben. Stöbern Sie mit in den 50 Jahre alten Ausgaben!
Eintritt: frei
(Plattdütsch Kring tau Swerin)

Sa. 29.01.2011, 16.00 Uhr, Saal
Bach-Balladen
Das besondere Literatur – Musik – Programm
Der Pianist Clemens Kröger und der Schauspieler Michael Ransburg entführen Sie in eine Welt, in der es vor allem um »Liebe, Nacht und Traum« geht. Gedichte, Lieder und Balladen von Schiller, Goethe, Carl Loewe, Robert Schumann u. a. sind eingebettet in Klaviermusik von Bach, Chopin und Granados.
Clemens Kröger spielt etwa 100 Konzerte pro Jahr und hat als Solist, Kammermusiker und Arrangeur Akzente gesetzt. Auch Kinderkonzerte sind ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Er hat Klavier und Gesang studiert und an zahlreichen Musikhochschulen und Universitäten Gastkonzerte gespielt sowie Tätigkeiten als Gastdozent ausgeübt (Hochschule für Musik und Brahmskonservatorium in Hamburg, Musikschule Seevetal, Fachhochschule für Musik Niederlausitz, Hochschulen für Kirchenmusik in Herford und Görlitz, Universität Oldenburg, Universitäten in Panama, Medellin und Popayan, Conservatorio de Musica La Paz, Instituto Superior de Arte Havana/Cuba) Clemens Kröger nimmt regelmäßig an bedeutenden Festivals teil und hat bereits zahlreiche CDs eingespielt.
Michael Ransburg, Jahrgang 1982, studierte an  der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seine erste Hauptrolle spielte er in »Monologe für zwei«, uraufgeführt auf der Biennale für Musiktheater in München. Danach war er u. a. am Thalia Theater Hamburg unter der Regie von Annette Pullen in »Die kahle Sängerin« zu sehen. Am Schauspielhaus Bochum spielte er in Matthias Hartmanns Inszenierung »Der Menschenfeind«. Sein erster Fernsehfilm »Sturmflut « folgte 2005. Er wirkte mit bei den Salzburger Festspielen, hatte Gastspiele am Burgtheater Wien und arbeitete mit Peter Zadek zusammen. Seit der Spielzeit 2005/06 ist er jüngstes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich.
Eintritt: 10,– € / erm. 8,– €
(Schleswig-Holstein-Haus)


Produkttipps

Nach oben scrollen