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Nach der WM ist vor der Bundesliga

Interview mit Felix Koslowski, Cheftrainer des Schweriner SC

SCHWERIN – Die Weltmeisterschaft in Italien ist für die deutschen Volleyball-Damen leider schon zu Ende, die Deutsche Meisterschaft steht bereits vor der Tür. In diesen stressigen Tagen nahm sich Felix Koslowski (30), Co-Trainer der Nationalmannschaft und Cheftrainer des Schweriner SC, Zeit für ein Interview.

Wie geht’s, haben Sie das WM-Aus schon komplett verdaut?

Felix Koslowski (Foto: SSC)Koslowski: „Es geht schon wieder besser. Es war auf jeden Fall eine anstrengende Zeit mit einem schlussendlich akzeptablen Ergebnis. Wir waren voriges Jahr Zweiter bei der Europameisterschaft, wurden jetzt Neunter der Welt. Mit Russland, Italien und Serbien sind wieder nur drei europäische Mannschaften vor uns. Und bei einer WM kommen mit Brasilien, USA, China noch ganz andere Kaliber dazu. Wenn man also unser Ergebnis mit den Zielen (eine Medaille, d. Red.) vergleicht, war es schlecht – aber man sollte realistisch einordnen, dass Deutschland in diese Region dort hingehört.“

Woran lag es, dass es nicht mehr wurde?

Koslowski: „Wir waren etwas gehemmt am Anfang, vielleicht war der Druck durch das unglaublich gute Ergebnis der Männer (holten WM-Bronze, d. Red.) zu groß. Und es gab drei knappe 2:3-Niederlagen. Wenn wir nur zwei von denen gewonnen hätten, wären wir jetzt noch im Turnier. Aber hätte, hätte…“

Bundestrainer Giovanni Guidetti hinterfragt sich nach dem Abschneiden, überlegt, ob er weitermacht…

Koslowski: „Wir haben alle gegrübelt, ob wir immer das Richtige gemacht haben und immer die besten Entscheidungen getroffen haben. Giovanni hat Samstag ein Gespräch mit dem Verband, danach schauen wir mal.“

Inwieweit betrifft seine Entscheidung eines möglichen Rücktritts auch Ihre Zukunft als Co-Trainer der Nationalmannschaft?

Koslowski: „Zunächst bin ich und sind wir alle im Umfeld der Überzeugung, dass Giovanni der Richtige ist. Sollte er trotzdem hinschmeißen, würde ich nicht in die erste Reihe wollen. Wenn, dann bräuchte das Team einen neuen Input – ich bin ein Schüler von Giovanni, bin immer seinen Weg mitgegangen, es würde also keinen Sinn machen. Aber nochmal: Ich denke, es geht mit ihm weiter.“

Seit wann sind Sie wieder in Schwerin, wie schalten Sie ab, bevor es wieder beim SSC los geht?

Koslowski: „Wir sind Montag Abend gefahren. Ich verbringe Zeit mit der Familie, war schließlich fast vier Monate ununterbrochen unterwegs, da bleibt viel liegen und muss erledigt werden. Aber Mittwoch Abend war ich schon wieder in der Halle, habe mit ‚Micha‘ und ‚Charly‘ (die Schweriner Co-Trainer Michael Döring und Davide Carli, d. Red.) ein paar organisatorische Dinge erledigt. Montag Abend geht es wieder richtig los, dann zum ersten Mal mit dem kompletten Kader. Auch mit den vier Nationalspielerinnen Jenny Geerties, Laura Weihenmaier, Diana Nenova und Yvon Belien.“

In zwölf Tagen findet in Köpenick das erste Bundesligaspiel statt. Was haben Sie bislang mitbekommen, wie ist der SSC in Form?

Koslowski: „Sie sind auf einem sehr guten Niveau, haben sich auf einem guten Level eingespielt, ich bin echt zufrieden.“

epe/ssc


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