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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Gymnastische Herausforderungen in Schwerin

Nachgefragt bei TSV-Trainerin Petra Richter


Seil, Reifen, Ball, Keule und Band – wo gehören die gleich noch hin? Ach ja, zur Rhythmischen Sportgymnastik. Die olympische Turnsportart, die vor allem durch gymnastische und tänzerische Elemente gekennzeichnet ist, kennt eigentlich jeder. Dennoch fristet sie eher ein Dasein als Randsportart. In Schwerin hat sie derweil eine Heimat beim Polizeisportverein sowie beim Turn- und Sportverein. Letzterer ist zudem seit 2002 durchgehend Leistungsstützpunkt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die 4-23 Jahre alten Mädchen trainieren dort wöchentlich an vier bis sechs Tagen. So bildete der Verein über die Jahre einige Bundeskader aus.

Über die Herausforderungen in der Rhythmischen Sportgymnastik, die sportliche Situation in Schwerin und im Land sowie über wichtige Wettkämpfe für die Athletinnen sprachen wir mit TSV-Trainerin Petra Richter.

„Freuen uns über regen Zuspruch…“

Frage: Frau Richter, welche Highlights gab und gibt es dieses Jahr für die Sportgymnastinnen des TSV Schwerin?

Petra Richter: Gerade das erste Halbjahr ist voll an wichtigen Wettkämpfen, den Regional-Meisterschaften Nord, Deutschland-Pokal in Dahn usw. Vom TSV Schwerin werden in Dahn Mariya Chornaokaya in der Juniorenklasse und Anika Mohrholz in der freien Wettkampf-Klasse vertreten sein und M-V als einzige Starterinnen vertreten.

Frage: Wie ist der Zuspruch zu ihrem Sport in Schwerin? Gibt es viele hoffnungsvolle Talente?

Petra Richter: Der TSV Schwerin kann sich über einen regen Zuspruch in der Rhythmischen Sportgymnastik freuen. Die Jüngsten sind gerade vier Jahre geworden und die Älteste – Anika Mohrholz – ist 22 Jahre. Im nächsten Jahr wird der TSV Schwerin auch wieder im Hochleistungsbereich vertreten sein, da der Schwerpunkt im zurückliegenden Jahr auf der Nachwuchsarbeit liegt. Zur Zeit gibt es vier hoffnungsvolle Talente im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Frage: wie steht es um die Rhythmische Sportgymnastik in Mecklenburg-Vorpommern?

Petra Richter: Hierzulande gibt es Vereine mit Angeboten in der Rhythmischen Sportgymnastik in Rostock, Bentwisch, Neubrandenburg und Schwerin, aber im Landesleistungszentrum trainieren nur die TSV-Gymnastinnen.

Frage: Und deren Stellenwert in Deutschland?

Petra Richter: Leider ist die Rhythmische Sportgymnastik hier nur eine Randsportart. Es gibt insgesamt zu wenig Beachtung für diese Sportart.

Frage: Die Weltmeisterschaften finden 2015 in Stuttgart statt. Wie schätzen Sie das internationale Kräfteverhältnis ein?

Petra Richter: Die renommierten Länder, wie insbesondere Russland, Ukraine, Weißrußland, usw., werden hier im Einzelmehrkampf das Niveau bestimmen.

Vielen Dank und für die kommenden Wettkämpfe viel Erfolg!
Die Fragen stellte Marko Michels

 

Rückblick: Medaillenspiegel der WM 2014 in Izmir/Türkei

– Russland: 8 x Gold, 4 x Silber
Die „historische WM-Bilanz“ Russlands (mit SU) lautet somit: 272 Medaillen, darunter 133 x Gold.
– Bulgarien: 1 x Gold, 1 x Silber
– Spanien: 1 x Gold
– Weissrussland: 1 x Silber, 4 x Bronze
– Italien: 1 x Silber
– Israel: 1 x Silber
– Ukraine: 4 x Bronze
– Südkorea 1 x Bronze

Die Deutsche Nationalmannschaft Gruppe (Quelle: DTB/Qingwei Chen)Erfolgreichste Sportlerinnen waren Yana Kudryavtseva mit fünfmal Gold (Team, Reifen, Ball/mit Margarita Mamun, Keulen und Einzel-Mehrkampf) und Margarita Mamun mit dreimal Gold (Team, Ball/mit Yana Kudryavtseva, Band). Mit ihren Gruppen-Medaillen konnten die spanischen, italienischen und israelischen Gymnastinnen die übliche russisch-weissrussisch-ukrainische Phalanx durchbrechen. Die deutsche Nationalmannschaft Gruppe platzierte sich dabei auf den Rängen 7 (Keulen) und 10 (Bänder/Bälle). Für eine große Überraschung sorgte auch die Südkoreanerin Yeon-Jae Son mit Bronze im Einzel-Wettkampf mit dem Reifen.

Die WM 2015 finden übrigens vom 07. bis 13. September in Stuttgart statt.

mm/red


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