Olympische Frauen-Power von der Ostseeküste

Zwischen Tartan-Bahn und Eis-Oval …

Die EURO 2008 im Fußball in Österreich und in der Schweiz begeistert die Sport-Fans weltweit, doch in knapp 2 Monaten beginnt der Höhepunkt des Jahres – die Olympischen Spiele in Peking.

Während einige Sportlerinnen und Sportler bereits die Qualifikation und Nominierung schafften, darunter Schwerins Teamsprint-Olympiasieger von 2004 Stefan Nimke, mühen sich in einigen Sportarten noch die Athletinnen und Athleten um die begehrten Olympia-Tickets.

Auch von der Ostseeküste, aus der Weltkulturerbe- und Hansestadt Wismar, stammen einige olympische Champions und Teilnehmer, darunter der Faustkämpfer Bernd Wittenburg, 1976 in Montreal dabei, der Fußball-Spieler Joachim Streich, 1972 mit Bronze dekoriert, oder die Kanutin Roswitha Krugmann, in Moskau 1980 immerhin Ersatzfrau.

Drei Wismarer „Deerns“ schafften jedoch den Sprung nach ganz oben auf das olympische Podest: die Leichtathletin Marita Meier-Koch, 1957 in Wismar geboren und in Moskau 1980 Olympiasiegerin über 400 Meter, die Ruderin Kathrin Haacker, 1967 in Wismar geboren und 1988 in Seoul Achter-Olympiasiegerin, und die Eisschnellläuferin Jacqueline Börner-Schubert, 1965 ebenfalls in Wismar geboren und 1992 in Albertville Goldmedaillen-Gewinnerin über 1500 Meter.

Doch, was bedeutet den drei „Nordlichtern“ Olympia und ihr Erfolg ?!

J.BörnerDazu Jacqueline Börner-Schubert, die jetzt in Berlin wohnt und arbeitet: „Olympia ist für jede Sportlerin und jeden Sportler so großartig. Es gibt sportlich nichts Besseres. Der Olympiasieg war die Erfüllung eines Lebenstraumes, ein großes Glück, eine Selbstbestätigung und ein erfolgreicher Augenblick, den man nicht vergisst.
 
An die ersten drei Tage danach erinnere ich mich gar nicht mehr so genau (Nicht etwa, weil ich zu viel „Champus“ getrunken hätte …), ich lebte wie in Trance. Es war Freude und Glücksgefühl zugleich!
Auch wenn ich ansonsten nicht „bibelfest“ bin: Der liebe Gott hat es mehr als gut mit mir gemeint: Er hätte mir in Albertville`92 auch Bronze „schenken“ können – und ich wäre sehr, sehr glücklich gewesen … Jedoch Gold – das war der „Hammer“!“

M.KochFür Marita Meier-Koch, die bei der TSG Wismar und bei der Hochschulsportgemeinschaft Wismar bei Wolfgang Meier, ihrem späteren Ehemann, und Peter Schoenen zunächst trainierte, ist Olympia natürlich ebenfalls etwas ganz Besonderes:

„Olympia ist etwas Einzigartiges, Unbeschreibliches. Jeder Sportler träumt von olympischem Gold, und für die meisten Athleten ist eine olympische Teilnahme die Erfüllung ihres sportlichen Lebens. Olympia findet zudem nur alle vier Jahre statt, daher ist es notwendig auf die Minute topfit zu sein.

Nachdem mir verletzungsbedingt eine Olympiamedaille 1976 versagt blieb, wollte ich es in Moskau wissen, was mir gelang … Übrigens: 24 Stunden nach meinem Sieg in Moskau bekam ich plötzlich hohes Fieber und es folgte eine Angina ! Da wurde mir bewusst, wie zerbrechlich der Mensch ist, wie günstige Zufälle einen Erfolg beeinflussen können und wie einmalig Olympia ist.“.

K.HaackerUnd die Ruder-Dame Kathrin Haacker wollte 1988 Olympia nicht nur erleben, sondern siegreich genießen: „Für mich war es die Erfüllung eines Lebenstraumes. Nachdem mir 1986 der internationale sportliche Durchbruch gelang, wollte ich es unbedingt wissen: Olympia nicht nur erleben, sondern – möglichst siegreich – genießen. Kurz vor den Olympischen Spielen in Seoul stieg ich, auf Anraten der Trainer, vom Zweier ohne in den Achter um – eine goldrichtige Entscheidung. Es war ein super Gefühl, ganz oben auf dem olympischen Podest zu stehen !“.

Hoffentlich können die Athletinnen und Athleten aus M-V auch 2008 die olympische Erfolgsspur finden …

M.Michels

F.: DOG, M.M.


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