Sanierte und behindertengerechte WC-Anlage wird eröffnet

Ab Mittwoch ist älteste öffentliche Toilette Schwerins wieder in Betrieb

Altstadt (SDS) • Am Dienstag, dem 31. Januar 2012, wird die älteste WC-Anlage feierlich eröffnet. Die ehemalige Bedürfnisanstalt an der Goethestraße/Ecke Geschwister-Scholl-Straße war seit den 1990er-Jahren geschlossen. In den vergangenen Monaten wurde sie unter Bauherrschaft der SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin entsprechend der Denkmalauflagen aufwendig saniert. Die moderne, behindertengerechte öffentliche Toilette am Totendamm steht ab dem 1. Februar der Öffentlichkeit zur Verfügung.

„Bislang handelte es sich bei dem Gebäude um eine Bauruine. Durch die funktionale Verbindung mit der Toilettennutzung ist es uns gelungen, diesen städtebaulichen Missstand zu beseitigen”, sagt SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek.
Eigentlich sollte die WC-Anlage bereits im November fertig sein, doch durch die Insolvenz der Rohbaufirma verzögerte sich die Fertigstellung um zwei Monate. Die SDS hatten dafür gesorgt, dass die Arbeiten an der öffentlichen Toilette schnellstmöglich wieder aufgenommen werden konnten. Nun erhält die Landeshauptstadt eine zweite öffentliche Toilette im Altstadtbereich. „Wir hoffen, dass die Schweriner und Gäste sie gut annehmen werden”, sagt Marlies Bachmann, verantwortliche Planerin bei den SDS.

Entstanden sind Gebäude und Treppe im Jahr 1927. Die Entwürfe stammen von dem damaligen Architekten und Stadtbaurat Andreas Hamann. Der originalgetreue Nachbau an der historischen Substanz gestaltete sich als aufwendig. „Das Gebäude wurde zunächst entkernt, die Decken mussten aus statischen Gründen erneuert werden”, so Marlies Bachmann. „Des Weiteren wurden die beiden geschwungenen Treppenanlagen und gemauerten Wangen aufgearbeitet.”

Die Sanierung wurde zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” zu etwa 75 Prozent aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ gefördert. Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff wird dem Wirtschaftsministerium sowie dem Landesförderinstitut zur Eröffnung für die großzügige Unterstützung danken.
Die Kernöffnungszeiten im Winter sind ab dem 1. Februar täglich zwischen 9 und 16 Uhr, vom 1. April bis 30. September zwischen 9 und 18 Uhr. Sind zu Veranstaltungen längere Öffnungszeiten gewünscht, können diese mit dem Bewirtschafter vereinbart werden. Neben einer Herren- und einer Damentoilette konnte auf der 60 Quadratmeter großen Fläche auch ein behindertengerechtes WC eingebaut werden. Die behindertengerechte Einrichtung wird am Dienstag zur Eröffnung von Mitgliedern des Behindertenverbandes getestet.

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