Sonatenabend mit Violinsonaten von Ludwig van Beethoven

Ehrgeiziger Gipfelsturm: Benjamin Spillner und Franck-Thomas Link führen am Sonntag, dem 13. März, um 16 Uhr im Perzinasaal der Stadtbibliothek alle zehn Violinsonaten Beethovens auf.

Ihr Beethoven-Projekt haben der 1978 geborene Geiger und der Hamburger Pianist im Jahr 2010 begonnen. Die Erfahrung aus vielen gemeinsamen Konzerten und das hohe technische Niveau auf dem sie musizieren ermöglicht den beiden Spitzenmusikern einen sehr spontanen Zugang zu diesen Meisterwerken. In Schwerin spielt das kongeniale Duo drei große Sonaten Beethovens, nämlich die Violinsonaten Nr. 3 in Es-Dur op. 12 Nr. 3 , Nr. 2 A-Dur op. 12 Nr. 2 und Nr. 7 c-moll op. 30 Nr. 2.

Benjamin Spillner studierte in Karlsruhe bei Ulf Hoelscher und belegte Kurse u. a. bei Prof. Munteanu und Peter Eötvös. Seit 2001 ist er Mitglied des Ensemble Resonanz sowie Konzertmeister der Heidelberger Sinfoniker. Daneben spielt er als Gast u. a. beim Ensemble Modern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der musikFabrik NRW, dem Ensemble Aventure und ascolta.

Franck-Thomas Link studierte in Frankfurt, Hamburg, Amsterdam und Paris bei Gisela Sott, Yara Bernette, Janine Ourousoff, Naum Grubert und Levente Kende. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und nahm für verschiedene Rundfunkstationen auf. Seine Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter führte ihn durch weite Teile Europas, nach China, Japan, Iran und Kanada. Er ist künstlerischer Leiter des Hamburger Kammerkunstvereins und Pianist der Brahms-Solisten Hamburg. Er unterrichtet an der Akademie Hamburg für Musik und Kultur und ist Gastdozent an der Napier University, Edinburgh.

Benjamin Spillner über die Zusammenarbeit mit Franck-Thomas Link: „Wie verstehen einander mittlerweile ohne große Worte. Das Proben funktioniert durch Vorspielen und Zuhören. Das ist wahres Musizieren.“

Und Franck-Thomas Link sagt: „Als Kind war meine erste Schallplatte eine Aufnahme der Kreutzer-Sonate op. 47. Ich habe sie so viel gehört, dass man vor lauter Kratzern kaum noch die Musik hören konnte. Die Liebe zu dieser Musik hat sich im Lauf der Jahrzehnte immer weiter ausgeweitet. Ich freue mich sehr, jetzt meine viel geliebten Beethoven-Violinsonaten mit dem wunderbaren Geiger Benjamin Spillner studieren und im Konzert spielen zu können.“

In der Tat hat Beethoven die Gattung der Violinsonate in vielerlei Hinsicht geprägt und emanzipiert. Ohne ihn würde es die großen Sonaten für Violine und Klavier von Schubert, Brahms, Schumann, Franck, Fauré, Ravel, Janàcek, etc. wahrscheinlich gar nicht geben.

Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, im Vorverkauf 10 Euro. Erhältlich sind die Karten direkt in der Stadtbibliothek, Wismarsche Straße 144.

Ulrich Bildstein


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