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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

„Bewegte Einheit !“: Schwerin feierte den 3.Oktober

Schwerin bewies gestern „Feierlaune“ und das in den verschiedensten „Bereichen“ …

Parade am Tag der EinheitDas Schweriner Schloss am 3.Oktober 2007 um 11 Uhr„Deutschland bewegt sich !“, heißt das Motto einer Gesundheitsinitiative verschiedener Träger – und Deutschland sowie Schwerin bewegten sich „in der Tat“ am vergangenen Einheitstag.

Mehr als 250000 Besucher drängten sich durch Mecklenburgstrasse, Schlossstrasse, am Marienplatz, am Alten Garten, am Pfaffenteich, am Grunthalplatz oder um das Schloss.

Schweriner Straßen-Konzert am 3.10.07Riesen-Torwand vor dem HauptbahnhofEin 3500 Quadratmeter „Open Air“-Fitness-Parcours am Pfaffenteich und am Grunthalplatz, dort mit der „weltgrößten Torwand“, lud zum Animieren, Schauen und Mitmachen ein.
Und zahlreiche Schweriner und Gäste nutzten die Gelegenheit zum sportlichen „Aktiv sein“.

Magdalena Brzeska im InterviewEin besonderes Highlight war das Bühnenprogramm am Südufer des Pfaffenteiches.
Hier konnten sich die Schweriner Sportvereine vorstellen, hier präsentierten sich Sportlerinnen und Sportler, hier wurde bester Sport von namhaften Leistungsträgern geboten und auch Talkrunden zum Thema „Gesunde Bewegung“ fanden ein interessiertes Publikum.

Im Gespräch: F.DietzschSo verriet die dreifache Diskus-Weltmeisterin 1999, 2005 und gerade in Osaka 2007, Franka Dietzsch, dass sie in der olympischen Saison noch einmal gern über die 70 Meter werfen würde und ihr Ziel, eine olympische Medaille sei, die sie 1996 als Vierte nur denkbar knapp verfehlte.

Begehrte Autogramme von A.KumbernussAstrid Kumbernuss, Weltmeisterin 1995, 1997 und 1999 sowie Olympiasiegerin 1996 im Kugelstoßen, erzählte über die (vielen) Höhen und (die nur wenigen) Tiefen in ihrer Laufbahn und verriet, dass sie auch weiterhin sportlich aktiv ist.

Die 26fache deutsche Meisterin und Olympia-Teilnehmerin von 1996 in der Rhythmischen Sportgymnastik, Magdalena Brzeska, lobte dazu die hervorragende Trainingsarbeit in Schwerin, gerade was die Sportarten Turnen, Gymnastik oder Akrobatik betrifft.

„Bestimmt kommt die nächste Gymnastik-Weltmeisterin aus Schwerin !“, meinte die attraktive, frühere Gymnastin mit Blick auf die vielen Talente in „ihrer“ Sportart in Schwerin. Das eine oder andere Talent würde sie dabei „am liebsten mit in ihr Leistungszentrum in Baden-Württemberg nehmen“, offenbarte sie etwas verschmitzt !

Drachenboote zum Tag der Einheit ...Beeindruckt von dem enormen sportlichen Interesse in Schwerin war auch Kanute Andreas Dittmer, u.a. Olympiasieger 1996, 2000 und 2004. Er paddelte im Drachenboot des Landes Mecklenburg-Vorpommern im „Wettkampf der Ministerpräsidenten“ auf dem Pfaffenteich mit.

Die Herausforderung wurde glänzend bestanden: Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ministerpräsidenten Dr.Harald Ringstorff mußte sich nur den Niedersachsen geschlagen geben und verwies z.B. Hamburg, Bayern und das Saarland, Vorjahressieger, auf die hinteren Plätze.

Wasserski auf dem PfaffenteichEinheitssegeln auf dem PfaffenteichNeben den Drachenbootsportlern – mit den mehr oder weniger sportiven Ministerpräsidenten aus ganz Deutschland – hatten auch die Segler und Wasserskisportler aus Zachun Wettkämpfe bzw. Wettbewerbe auf dem Pfaffenteich.

J.WollmertEinen bewundernswerten Tischtennis-Showkampf zeigte zusätzlich Jochen Wollmert, dreifacher Paralympic-Sieger und mehrfacher Weltmeister in seiner Sportart.

Ramona BrussigRamona Brussig, Judo-Paralympia-Siegerin 2004, und die anderen Judo-Sportler des PSV Schwerin mit Trainer Matthias Hermann an der Spitze, stellten die seit 1964 olympische Sportart, die auch in Schwerin auf große Erfolge verweisen kann, „auf der Judo-Matte“ vor.

Doch nicht nur Hochleistungssport wurde am Tag der deutschen Einheit in Schwerin geboten.

Tänzerin der Tanz- und Ballettschule TschapekAuch die zahlreichen – viele davon gerade breitensportlich ambitionierten -Sportvereine der Landeshauptstadt M-V`s nutzten die Gelegenheit, den zahlreichen Interessierten aus Deutschland und der Welt, ihr Können und Leistungsvermögen zu zeigen.

Immerhin darf sich Schwerin zu Recht als Sportstadt fühlen …

„Wir haben zur Zeit 101 Vereine mit 17983 Mitgliedern im Stadtsportbund organisiert. Das ist im Vergleich zu anderen Städten und Regionen eine sehr gute Zahl !“, meint daher auch Rüdiger Mevius, Geschäftsführer beim SSB Schwerin.

Und auch um den Nachwuchs im Sport muß sich Schwerin keine Sorgen machen !

VfL-Turnerin„In den einzelnen Schweriner Vereinen trainieren mehr als 5000 Kinder sowie Jugendliche. Das ist eine ausgezeichnete Anzahl, insbesondere wenn man an den Geburtenrückgang unmittelbar nach 1990 denkt !“, ergänzt Rüdiger Mevius.

Und das unmittelbare Ziel, auch im 18.Jahr der deutschen Vereinigung ?!
„Wir möchten unseren Mitgliederbestand bei 18000 stabilisieren, das wäre schon phantastisch !“, so R.Mevius.

Phantastisch waren auch die sportlichen Vorführungen und Darbietungen der einzelnen Sportvereine und Sporteinrichtungen in Schwerin.

Die Akrobatinnen, Gymnastinnen und Turnerinnen vonm VfL Schwerin oder vom Turn- und Sport-Verein Schwerin bewiesen ihr großes Talent und ihre Klasse bei ihren Präsentationen.

So waren, um nur zwei Beispiele zu nennen, Anfang September die VfL-Athletinnen Michelle Mausolf, Julia Neumann und Pia Scharf überraschend mit Gold von den nordwestdeutschen Meisterschaften zurückgekehrt. Eine Silbermedaille erkämpfte dort ebenfalls das Duo Antonia Risted und Nina Boe.

TSV Schwerin-GymnastinDie akrobatischen, gymnastischen oder turnsportlichen Übungen auf der Freiluft-Bühne am Pfaffenteich beeindruckten die Zuschauer aus Schwerin und „anderswo“.

Sehr informativ waren dabei auch die Ausführungen der einzelnen Trainerinnen der Vereine.

Vorgestellt wurden auch die Schweriner Erfolgssportarten Boxen und Volleyball, hat man mit Jochen Bachfeld (1976), Andreas Zülow (1988) und Andreas Tews (1992) doch auch drei Box-Olympiasieger in den eigenen Schweriner Reihen.

Der Schweriner UNIVERSUM-Erfolgstrainer Michael Timm berichtete dabei in anschaulicher Weise über seine Arbeit.

Die Volleyball-Spielerinnen vom Schweriner SC, die am Mittwoch-Mittag in einem Testspiel Liga-Konkurrent Hamburg mit 3:0 bezwangen, und in der Saison 2007/08 wieder um die deutsche Meisterschaft spielen werden, demonstrierten ihre Sportart mit viel Engagement, was den Applaus der Zuschauer nahezu „herausforderte“ !

Getanzt wurde in Schwerin nicht nur auf der Rave-Party am 2.Oktober in der Sport- und Kongresshalle oder auf dem Alten Garten während der zahlreichen, verschiedensten Konzerte und Veranstaltungen.

In der „Sport-Fest-Arena“ am Pfaffenteich stellten sich ebenfalls Tänzerinnen aus Schwerin vor.

Tänzerinnen der Tanz- und Ballettschule TschapekDie Tanz- und Ballettschule Tschapek bewies, dass in ihrer Einrichtung bester Tanzsport betrieben wird.

Marion und Uwe Tschapek, beide ausgebildete Bühnentänzer mit zusätzlichen Qualifikationen in den verschiedensten Tanzrichtungen und selbst auch viele Jahre im Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters, hatten nicht nur ihre talentiertesten Schülerinnen dabei, sie informierten zudem über die Erfolge in ihrer Arbeit.

So wird die Tanzschule gegenwärtig von mehr als 180 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht. Aufführungen, wie Tanzspiele oder Ballettmärchen, gehören außerdem zum Repertoire der Tanzschule.

Während der Darbietungen zum Einheitsfeiertag zeigten die Tänzerinnen nicht nur die verschiedenen Tanzrichtungen, auch eine Aufführung zur „Rocky Horror Picture Show“, 2008 wieder im Programm des Staatstheaters Schwerin, überzeugte in jeder Hinsicht !

Neben den sportlichen Wettbewerben waren auch der ökumenische Gottesdienst im Schweriner Dom, der offizielle Festakt im Mecklenburgischen Staatstheater, die Musikparade mit rund 1000 Mitwirkenden aus allen 16 Bundesländern oder die Festmeile vom Hauptbahnhof bis zum Schweriner Schloss, mit den kulinarischen Genüssen der einzelnen deutschen Regionen, die Höhepunkte der zentralen Einheits-Feierlichkeiten in Schwerin.

Bleibt nur zu hoffen, dass nach der ausgelassenen Stimmung am 3.Oktober nicht wieder der mehr oder weniger begründete „Katzenjammer“, oder gar „Kater“, im alltäglich deutsch-deutschen Umgang einsetzt …

Schwerin setzte zumindest ein positives „Signal“ !

Marko Michels

Sportliche Impressionen am 3.10.2007 in der „Sport-Fest-Arena“ Schwerin

Turnerische KlasseKonzentrierte Judoka Akrobatik Beeindruckend ! Grazil ! Kraftvoll !


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