Daniel Müller-Schott in der Schelfkirche Schwerin

Streifzug durch die Welt des Cellos mit Werken von Brahms, Schumann und Beethoven

Am Sonntag, den 22. Juli um 18:00 Uhr, gastiert mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott ein Weltstar des Cellos und bei den Festspielen MV altbekannter Künstler in der Schweriner Schelfkirche. Der erste Solistenpreisträger der Festspiele MV aus dem Jahr 1995 spielt gemeinsam mit seinem langjährigen Duopartner, dem Pianisten Christopher Tainton, das Adagio und Allegro für Violoncello und Klavier op. 70 von Robert Schumann sowie Cellosonaten von Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch und Johannes Brahms. Vor dem Konzert findet um 17:00 Uhr eine Konzerteinführung in der Aula der Volkshochschule Schwerin gegenüber der Kirche statt.

Mit der Sonaten Nr. 4 C-Dur op. 102 von Beethoven und der Sonate Nr. 2 op. 99 von Brahms stehen zwei bei ihren Uraufführungen unverstandene, als „ungewöhnlich und sonderbar“ angesehene Werke, die heute aber als kompositorische Meilensteine ihrer Gattung gelten, auf dem Programm. In der 1934 entstandenen Schostakowitsch-Sonate op. 40 finden sich einige kompositorische Elemente, die von Schostakowitschs früh entwickelter eigener Musiksprache zeugen und in vielen seiner späteren Werke immer wiederkehren: Einflüsse der russischen Folklore, orientalisches Kolorit und groteske bzw. ironische Momente. Der Abend verspricht also einen Streifzug durch die Höhepunkte der romantischen und klassisch modernen Cellomusik.

Daniel Müller-Schott zählt zu den weltbesten Cellisten seiner Generation und ist auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. 1976 in München geboren, begeistert er sein Publikum mit kraftvollen Interpretationen und vereint kongenial technische Brillanz und Souveränität mit großem intellektuellen und emotionalen Esprit. Weltweit konzertiert er unter renommierten Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Andrew Davis, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Dmitrij Kitajenko, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, André Previn und Jukka-Pekka Saraste. Er gastierte bei international bedeutenden Orchestern wie dem New York Philharmonic, den Orchestern in Philadelphia, Boston, Chicago und Washington, der Academy of St. Martin in the Fields, den Rundfunkorchestern von Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig und Hamburg, dem  Orchestre de Paris, dem BBC Philharmonic, dem London Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra. Bei den Festspielen MV ist Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Gast, seitdem er 1995 zum ersten Solistenpreisträger gekürt wurde. 2009 prägte er die Saison der Festspiele MV als Preisträger in Residence.

Christopher Tainton begann bereits im Alter von elf Jahren das Klavierstudium bei Karl-Heinz Kämmerling an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, das er später an der Hochschule für Musik Mozarteum in Salzburg fortsetzte. In dieser Zeit entstand eine enge Zusammenarbeit mit Christoph Eschenbach. Nachdem er in seiner Jugend erste Wettbewerbspreise gewonnen hatte (z. B. beim Grotrian-Steinweg Wettbewerb) erhielt Christopher Tainton Engagements von vielen bedeutenden Festivals und trat mit vielen nationalen und internationalen Orchestern auf, u. a. mit dem NDR Sinfonieorchester und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Gerd Albrecht und Richard Hickox sowie dem London Philharmonic Orchestra.

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH


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