Eiskristall: Professor in der Lese-Ecke

Ulrich Schroeder, ehrenamtlicher Architekt des „Plattenparks“ zu Gast

Ulrich Schroeder (Foto: privat)Wenn einer auf 75 Lebensjahre zurückblickt, gibt es meist viele Episoden zu erzählen. Einige schreiben sie für die Kinder und Enkel auf. So ist es auch bei Ulrich Schroeder, Architektur-Professor im Ruhestand, der von sich sagt: „Großvater sein zu dürfen, bedeutet auch, bereits zu Lebzeiten Vorfahre zu sein.“

1949 gelangte er als Neunjähriger mit seinen Eltern von Pommern nach Westdeutschland. Er erinnert sich noch genau an seine erste Apfelsine, an das „Hasenbrot“ seines Vaters, an die Preisverleihung für seine Gipsplastik zum Thema „Wiedervereinigung“ und an seine Diplomarbeit zur Wohnbebauung in Hannover-Ricklingen. Auch seine Designer-Strickjacke ohne Werbeschild, das Baumhaus für seine Kinder mit vier Spielebenen und seine Abneigung gegen Eierschneider spielen in seinem Buch eine Rolle. Im Dezember 2011 zog es Ulrich Schroeder von Kassel nach Schwerin, in die Heimat seiner Vorfahren väterlicherseits, vor allem, um hier die Familienforschung zu intensivieren.

Mit seinem Lebensmotto „Müll ist Mangel an Fantasie“ hat er sich auch schon in Mecklenburg einen Namen gemacht – als ehrenamtlicher Architekt für den „Plattenpark“. Der besteht zwar vorerst nur aus einem bepflanzten Gabionen-Stern und einem Steingarten, doch die Modelle für die anderen Teilabschnitte hat der Professor bereits gebaut. Die Pläne liegen in der Schublade. Mit dem Verein „Die Platte lebt“ hat der Neu-Schweriner ein neues Betätigungsfeld gefunden. Auch mit dem „Blattgarten“ und dem „Sonnenuhrgarten“ im Mueßer Holz hat er seine Spuren hinterlassen.

Über all das wird zu reden sein – am 2. Juni in der „Lese-Ecke“ im „Eiskristall“. Denn es wird nicht nur gelesen, sondern auch geklönt. Beginn: 17 Uhr.


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