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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Fleischverzicht zugunsten des Klimas

Kantine der Stadtverwaltung bietet freitags keine Fleischgerichte mehr an

Guts fürs Klima und die Gesundheit:  Kantinenbetreiber Fritz Maaß bietet jeden Freitag ausschließlich fleischfreie Gerichte an.Einen freiwilligen fleischfreien Tag wird es ab sofort immer freitags in der Kantine der Schweriner Stadtverwaltung geben. „Die Landeshauptstadt unterstützt damit die Kampagne der Albert Schweitzer Stiftung, die Bürgerinnen und Bürger dazu aufruft, mindestens an einem Tag in der Woche, kein Fleisch zu verzehren“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow . Hintergrund sind vor allem ökologische Aspekte, denn der hohe Fleischkonsum in den Industrieländern trägt massiv zur Klimaerwärmung bei. So schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO ein, dass die Viehhaltung zu 18 Prozent zum menschengemachten Klimawandel beiträgt. „Hinzu kommt aber auch, dass wir dreimal mehr Fleisch essen als gut für uns ist. Man muss ja nicht gleich Vegetarier werden, aber  ein fleischfreier Tag kommt auf jeden Fall auch der Gesundheit zugute“, meint Angelika Gramkow. „Ich kann mir zwar nicht vorstellen, ganz aufs Fleisch zu verzichten, aber einen Tag ohne, das geht in Ordnung. Es hilft dem Klima und der Gesundheit“, sagt Fritz Maaß, der zusammen mit Evelin Hubert die Kantine des Schweriner Stadthauses betreibt. Durchschnittlich 130 Mittagessen werden hier täglich verzehrt. Im Angebot sind drei Wahlgerichte. Heute steht beispielsweise ein Seelachsfilet auf indische Art mit Reis  und Salat, eine Gemüsepfanne mit Reisrand und Rührei mit Bratkartoffen auf dem Speiseplan.

Mahi Klosterhalfen, Vizepräsident der Albert Schweitzer Stiftung rechnet vor, welche Klimaeffekte der fleischfreie Tag in Schwerin bringen würde, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger anschließen würden: „Wenn alle Schwerinerinnen und Schweriner nur einen Tag in der Woche kein Fleisch essen, müssten pro Woche 4000 Tiere weniger geschlachtet werden, deren Aufzucht etwa dem jährlichen CO2 Ausstoß von 7000 Autos entspricht.“

Michaela Christen

Foto: Stadt


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