Lehrstellencountdown läuft – Wirtschaft in Westmecklenburg sucht Nachwuchs

„Die Bereitschaft der 1.336 Ausbildungsbetriebe in Westmecklenburg Jungen und Mädchen eine Lehre anzubieten, ist nach wie vor groß,“ sagte der
amtierende Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, Ulrich Unger. „Schwierig ist für die Unternehmer allerdings, einen geeigneten Azubi zu finden. Vielfach reichen die von Schülern angebotenen Leistungen nicht aus, um
den Anforderungen in den Unternehmen zu entsprechen.“

Während in den vergangenen Jahren stets eine Schere zwischen der Anzahl der offenen Lehrstellen und der Zahl der Schüler klaffte, steht in diesem Jahr
faktisch erstmals jedem Schüler eine Lehrstelle offen. In der IHK zu Schwerin sind für das Ausbildungsjahr 2009/2010 zwar mehr als 600
Ausbildungsverträge unterzeichnet worden, das sind aber über 100 weniger als im Vorjahr.
Damit muss die Schweriner IHK einen Rückgang bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen von etwa 15 Prozent registrieren. In den kommenden Tagen erhalten die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zeugnisse und starten in die sechswöchigen Ferien. Diese Zeit sollten noch unentschlossene
Schulabgänger unbedingt nutzen, um sich bei den Ausbildungsbetrieben der Region zu bewerben.

„Sowohl für die Unternehmer der Region als auch für die Lehrstellenbewerber hat sich die Situation entscheidend gewandelt. Derzeit enthält allein die
aktuelle Lehrstellenbörse der IHK zu Schwerin noch fast 120 offene Angebote der verschiedenen Branchen. Die Ausbildungsbetriebe suchen händeringend nach geeigneten Bewerbern für das neue Lehrjahr,“ betonte Unger. „Die Unternehmer wissen, wie wichtig geeignete Fachkräfte für die Zukunft ihrer Unternehmen sind. Hier müssen alle Akteure der Wirtschaft gezielt zusammenarbeiten, um durch Nutzung aller ausbildungswilligen und ausbildungsgeeigneten jungen Menschen sowie durch die Vermeidung weiterer Abwanderung ein Ausbluten der Wirtschaft zu verhindern,“ so Unger abschließend.


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