Preisträger des 21. Filmkunstfestes MV geehrt

Hauptpreis geht an „Über uns das All“ von Jan Schomburg

Nach fünf intensiven Tagen Filmkunst ging am Sonntag das 21. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin zu Ende. Bereits am Abend zuvor, am 7. Mai, wurden im Capitol die Preisträger der verschiedenen Kategorien geehrt. Moderatorin Birgit Müller sowie Andreas Pasternack führten durch den Abend. So ging der Hauptpreis „Der Fliegende Ochse“ in diesem Jahr an Jan Schomburgs Film „Über uns dass All“.

Der Debütfilm des 1976 in Aachen geborenen Regisseurs sorgte bei der 5-köpfigen Jury für Begeisterung. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: „Jan Schomburg traut sich was. Und das auf virtuose Art und Weise. „Über uns das All“ ist einer der seltenen deutschen Filme, die es schaffen, schockierend ernsten und traurigen Momenten eine große Leichtigkeit entgegenzusetzen. Dabei besticht die brillante Darstellung der Schauspieler, in einem Film, der einen nicht mehr loslässt. Inwiefern ist die Liebe austauschbar? Inwiefern sind wir, wenn wir lieben, ersetzbar? Wie erschreckend ist die Gewissheit, dass ein Anderer an unserer Stelle an die Seite des von uns geliebten Menschen treten könnte, und das gleiche erleben wird, wie wir das taten? Sandra Hüller spielt diese Frau, die das wichtigste in ihrem Leben verliert, mit einer solchen Wucht, einer solchen Präzision und Lebendigkeit, dass es den Zuschauern den Atem nimmt. Wir erachten es als große Regieleistung von Jan Schomburg, dass er seinen Schauspielern diesen Raum gibt. „Über uns das All“ ist ein außerordentlich unterhaltsamer Film, mit einer zutiefst bewegenden Parabel. Dieser Film wird den Zuschauer über den Kinoabend hinaus begleiten – das größte Geschenk, welches ein Film dem Zuschauer machen kann.“

Insgesamt wurden in den Rubriken Spielfilm-, Dokumentarfilm-, Kurzfilm- und handyfilmwettbewerb M-V 13 Filmemacher ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehören u.a. „Silberwald“ von Christine Repond (NDR-Regiepreis), „Vergiss dein Ende“ von Andreas Kannengießer (Nachwuchsförderpreis), „Wadans Welt“ von Dieter Schumann (Publikumspreis Dokumentarfilm) und „n‘gschichtn“ von Eva Becker (Hauptpreis Kurzfilm). Weiterhin wurde der Preis Golden Moon in der Kurzfilmnacht an „Regeln der Filmkunst“ von Holger Löwe verliehen.

Den Ehrenpreis „Der Goldene Ochse“, vergeben für herausragende Beiträge zur nationalen Filmkultur, erhielt Schauspielerin Katrin Sass.

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Zuletzt aktualisiert am 20. November 2022 um 00:49 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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