Rückhaltlose Aufklärung im Fall Lea-Sophie!

Beratungsangebote für Familien verbessern!

Ralf Grabow, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, erklärt zum Tod des Schweriner Mädchens Lea-Sophie:

„Die zuständigen Behörden in Schwerin müssen die Vorgänge zum Tod des kleinen Mädchens rückhaltlos aufklären. Sollten sich die Vorwürfe gegen das Jugendamt bewahrheiten, wäre dies ein unsäglicher Skandal mit wahrlich tragischem Ausgang. Die Kommune und das Land sind aufgefordert, die Leistungsfähigkeit der Ämter zu überprüfen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, wenn die Landesregierung auf der einen Seite teuer finanzierte Projekte zum Kinderschutz initiiert und die Jugendämter vor Ort völlig überlastet sind.

Ich warne davor, die Schuld sofort bei einzelnen Mitarbeitern des Jugendamtes zu suchen, schließlich arbeiten viele Mitarbeiter längst an der Grenze dessen, was im Sinne einer genauen Kontrolle personell möglich ist. Es muss aber umfassend untersucht werden, ob strukturelle Unzulänglichkeiten im System oder persönliches Versagen der Außendienstmitarbeiter vorliegt. In jedem Fall wirft der Vorfall auf schrecklichste Weise einen dunklen Schatten auf die Arbeit des zuständigen Amtsleiters.

Die Vernachlässigung von Lea-Sophie zeigt einmal mehr, dass Eltern in unserer Gesellschaft ihrer Erziehungsaufgabe oft nicht gewachsen sind. Wir Liberale sagen aber ganz klar, die Erziehungsaufgabe kommt in erster Linie den Eltern zu. Die FDP-Fraktion fordert daher eine Ausweitung und stärkere finanzielle Unterstützung alle Betreuungs- und Weiterbildungseinrichtungen, die in der Familienarbeit tätig sind. Wir brauchen ein dichtes Netzwerk an Hilfeangeboten, damit Fehlentwicklungen bei Kindern frühzeitig erkannt werden.“


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