Silber für gebürtige Schwerinerin

Martina Strutz wurde Vize-Europameisterin im Stabhochspringen

Das war einmal wieder ganz große Klasse – von der kleinen gebürtigen Schwerinerin mit dem großen Kämpfer-Herzen! „Strutzi“, also Martina Strutz, bewies wieder einmal, dass stets mit ihr zu rechnen ist – besonders dann, wenn „keiner“ damit rechnet.

Im Regen-Wettkampf im Stabhochsprung der Frauen bei den 21. Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki erreichte sie ausgezeichnete 4,60 Meter – und sprang damit genau so hoch wie die Tschechin Jirina Ptacnikova, die nur aufgrund der weniger vorhandenen Fehlversuche  EM-Gold vor Martina gewann. Die Griechin Nikoleta Kyriakopoulou wurde ebenfalls mit 4,60 Meter Dritte – es war also ein enger, spannender und dramatischer Wettkampf.

Für Martina setzt sich damit ihre Erfolgssträhne fort – im letzten Jahr gab es bei den WM 2011 in Daegu bereits Silber und nun kam eben Silber in Helsinki hinzu. Nach dem „Gesetz der Serie“ müßte also bei den Olympischen Spielen in London … Na ja, so weit wollen wir noch gar nicht denken, sondern uns erst einmal über EM-SIlber mit Martina freuen. Und dann bei Olympia fest die Daumen für Martina S. drücken …

Martinas EM-Silber war übrigens sechste EM-Medaille  für eine deutsche Stabhochspringerin. Bei der EM-Premiere in dieser Disziplin im Jahr 1998 gewannen Nicole Rieger-Humbert und Yvonne Buschbaum Silber und Bronze. Bei den EM 2002 gab es erneut Bronze für Yvonne Buschbaum. Vier Jahre später, 2006, gingen die deutschen Athletinnen leider leer aus – Martina wurde damals Fünfte. Und 2010 holten Silke Spiegelburg und Liza Ryzih Silber und Bronze für die DLV-Mannschaft.

Die bisherigen Europameisterinnen im Stabhochspringen bei den Frauen bis 2010 waren Anschela Balachonowa (Ukraine/1998), Swetlana Feofanowa (Russland/2002/2010) und Jelena Issinbajewa (Russland/2006).
Seit 1999 ist das Stabhochspringen für Frauen außerdem WM-Disziplin. Die bisherigen Weltmeisterinnen hießen bis 2011 – Stacy Dragila (USA/1999/2001), Swetlana Feofanowa (Russland/2003), Jelena Issinbajewa (Russland/2005/2007), Anna Rogowska (Polen/2009) und Fabiana Murer (Brasilien/2011).
Und seit Sydney 2000 ist das Stabhochspringen für Frauen auch olympisch. Gold ersprangen bisher Stacy Dragila (USA/2000) und Jelena Issinbajewa (Russland/2004/2008). Nur noch ein Monat – und dann wird die vierte olympische Entscheidung ausgetragen – mit einer hoffentlich wieder ganz starken Martina Strutz vom SC Neubrandenburg. M-V fiebert mit …

Marko Michels


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