Warnung vor Zerkarien im Badewasser der Schweriner Seen

Keine ernsten gesundheitlichen Folgen zu befürchten

Bei den gegenwärtigen Temperaturen treten an den Flachwasserbereichen der Schweriner Seen wieder Zerkarien auf. „Besonders in Flachwasserzonen mit Schilfgürtel wie beispielsweise am Zippendorfer Strand oder Am Reppin sollte man sich nicht längere Zeit aufhalten und sich auf das Schwimmen in tieferen Bereichen beschränken. Zerkarien sind gegenüber Austrocknung empfindlich, so dass es zweckmäßig ist, nasse Badebekleidung sofort abzulegen, nach Möglichkeit gründlich zu duschen und den Körper schnell und gründlich abzufrottieren“, sagt Gerit Hübner vom Schweriner Gesundheitsamt.

Im Falle des Auftretens einer Badedermatitis sollte der Haus- oder Hautarzt aufgesucht werden, um den Juckreiz lokal behandeln zu lassen.

Zerkarien sind bestimmte Larvenstadien von Saugwürmern, die in Enten und anderen Wasservögeln leben. Mit dem Kot gelangen die Eier der Saugwürmer in das Wasser, wo innerhalb kurzer Zeit Larven schlüpfen, die sich in Süßwasserschnecken (Zwischenwirt) schnell vermehren. Bei höheren Wassertemperaturen verlassen die Zerkarien die Wasserschnecke und dringen aktiv in den Endwirt, also Enten und Wasservögel ein. Dabei kann es passieren, dass sich die Zerkarien auch in die Haut des Menschen einbohren und eine Badedermatitis auslösen. Bereits 3 bis 10 Minuten nach Badebeginn können gerötete Flecken bis hin zur Quaddelbildung und starker Juckreiz auftreten. Da der Mensch ein Fehlwirt ist, werden die Zerkarien bereits im Unterhautbindegewebe abgetötet und können nicht tiefer eindringen. Außer dem lästigen und bisweilen unerträglichen Juckreiz und den durch vermehrtes Kratzen möglichen Hautinfektionen sind keine ernsten gesundheitlichen Folgen zu befürchten.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin


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