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SPD gegen Verkauf der Becher-Schule – Lösungen für alle Schulen gefordert

Die SPD-Stadtfraktion lehnt den vom Oberbürgermeister geplanten Verkauf der ehemaligen Johannes-R.-Becher-Schule ab und weist darauf hin, das die Politik seit 2006 die städtische Berufsschule für Gesundheit als dauerhaften und endgültigen Nutzer für das attraktive Schulgebäude am Ziegelinnensee vorgesehen hat.

„Wir sind empört, dass der Oberbürgermeister persönlich den Verkauf im Stadtanzeiger angeordnet hat, obwohl vor fast zwei Jahren bis auf die CDU alle Fraktionen deutlich gemacht haben, dass dieses sanierte Objekt von einer städtischen Schule nachgenutzt werden soll“, so der schulpolitische Sprecher der SPD -Fraktion Daniel Meslien.

Im Mai 2006 beschloss der Schulausschuss auf Initiative der Linksfraktion einstimmig, das die Gesundheits-Berufsschule nach der Fusion mit dem Bereich Sozialpädagogik in die Becher-Schule zieht. Kurz darauf beschloss die Stadtvertretung einen entsprechenden Prüfauftrag an den Oberbürgermeister. Daniel Meslien: „Das Prüfergebnis, sofern es jemals eins gab, ist der Stadtvertretung nie vorgelegt worden. Stattdessen wurde die Becher-Schule ohne Rückkopplung mit den Fraktionen und kurz vor Amtsantritt des neuen Liegenschaftsdezernenten Dieter Niesen (SPD) durch OB Norbert Claussen (CDU) zum Verkauf angeboten. Hier sollte scheinbar still und heimlich kommunales Tafelsilber unter Wert verkauft werden.“

Der derzeitige Standort der Gesundheits-Schule auf dem Großen Dreesch ist in einem katastrophalen Zustand. Durch einen Verkauf der Becher-Schule würden nur ca. 2 Millionen erlöst werden können. Die aber dann notwendige Sanierung des fusionsbedingt größeren Plattenbau-Standortes der Gesundheits-Berufsschule in Mueßer Holz würde aber mindestens 5 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus führt die weite Entfernung zu den Helios – Kliniken schon jetzt zu vermehrtem Unterrichtsausfall, da die Ärzte den Unterricht und notwendige Operationen zeitlich schlecht vereinbaren können. „Die Gesundheitsbranche ist die Zukunftsbranche. Mehr als die Hälfte der über 1.000 Schüler kommt aus dem ganzen Land. Schwerin als zukünftiges Berufsschulzentrum von Westmecklenburg braucht attraktive Standorte. Dann besteht die Chance weitere Berufsfelder anzusiedeln. Diese Chance dürfen wir nicht leichtfertig verspielen!

Die Nähe zum Bahnhof und den Helios – Klinken ist ideal. Die Becher-Schule ist somit nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus fachlichen Gründen der perfekte Standort für unsere eigene Berufsschule“, macht Meslien deutlich.

Unabhängig davon ist die SPD-Fraktion aber auch an Lösungen für die Bewerber aus dem privaten Schulbereich interessiert. „Wir bedauern, dass die christliche Niels – Stensen – Schule noch keine offizielle Antwort auf ihre Bauvoranfrage von 2006 erhalten hat. Die Stadt und die Schule sollten sich auf einen Kompromiss am Standort in der Feldstadt einigen. Die Einrichtung hat sich dort zu einem unverzichtbaren Bestandteil entwickelt“, ergänzte die baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Ute Hennings.

Gleiches gilt für die private Gesundheitsschule der SWS GmbH. Die SPD-Fraktion fordert den Oberbürgermeister auf, der SWS-Schule Alternativflächen beispielsweise der WGS am Ostufer vom Ziegelinnensee anzubieten. „Durch die Ausschreibung im Stadtanzeiger ist der Eindruck entstanden, das die Stadt ernsthaft die Becher-Schule verkaufen will. Die Bewerber haben sich darauf verlassen und brauchen nun Alternativen. Das macht deutlich, dass der Oberbürgermeister wie ein Elefant im Porzellanladen agiert. Wir hoffen, dass das ganze Verkaufsprojekt unverzüglich abgeblasen wird und am Ende alle Schulen zufrieden sind“, gab sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Meslien hoffnungsvoll.


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