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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Archivfilmnacht in der Aula der Volkshochschule

Stadtarchiv Schwerin und Landesfilmarchiv im Filmbüro Mecklenburg-Vorpommern präsentieren Filmschätze im Rahmen der Kulturnacht

Am Samstag, 28. Oktober 2017 ist es wieder soweit, pünktlich um 18 Uhr eröffnet Dr. Bernd Kasten, Direktor des Stadtarchivs Schwerin, die beliebte Archivfilmnacht in der Aula der Volkshochschule in Schwerin. Das Filmprogramm wird gemeinsam vom Stadtarchiv Schwerin und dem Landesfilmarchiv im Filmbüro Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Wismar im Rahmen der Kulturnacht Schwerin organisiert.

Schwerin Leninplatz – Marienplatz 1 – Foto: Filmbüro MV

Den Anfang macht der älteste und längste Streifen des Abends, der Ufa-Spielfilm „Der Majoratsherr“, der 1943 in Westmecklenburg gedreht wurde. Im Anschluß geht es in das Jahr 1959 mit Einblicken in das Leben in Schwerin im 10. Jahr des Bestehens der DDR. Der anschließende Beitrag „Gefährliches Spielzeug“ aus dem Jahr 1967 verdeutlicht die Gefährlichkeit der Munitionsüberreste des zweiten Weltkrieges vor dem Hintergrund von mit Fundmunition spielenden Kindern. Im letzten Teil des Abends besuchen wir in den 80er Jahren Parks und Gärten in Schwerin und begleiten den Besuch Erich Honeckers in Schwerin. Und zur Wahl der „Miss DDR“ lädt der Abschlußfilm aus dem Jahr 1990 ein.

Durch den Abend führen der Leiter des Stadtarchivs Schwerin, Dr. Kasten und der Filmarchivar des Filmbüros MV, Karl-Heinz Steinbruch. Sie präsentieren die Filmschätze aus den jeweiligen Archiven und werden auch kurze historische Erläuterungen geben. Zwischen den Filmen werden kleine Pausen eingelegt, damit das Publikum wechseln kann. Der Einlaß ist dann jeweils zum Beginn der einzelnen Filme!

Die Plätze in der Aula sind begehrt, wir empfehlen sich rechtzeitig Plätze zu sichern, denn das Interesse und die Neugier an historischem Filmmaterial sind ungebrochen. Aula der Volkshochschule, Puschkinstraße 13, Hof, 19055 Schwerin.

Weitere Informationen unter:

http://www.filmbuero-mv.de/de/landesfilmarchiv/kulturnacht_schwerin
https://www.schwerin.com/de/erlebnis-schwerin/veranstaltungshoehepunkte-in-schwerin/kulturnacht/

 

Das Filmprogramm in der Übersicht:

  • 18:00 Uhr: Ufa-Spielfilm „Der Majoratsherr“, 1943 in Westmecklenburg gedreht
  • 19:40 Uhr: Schwerin im Jahr 1959 (aus dem Landesfilmarchiv)
  • 20:10 Uhr: „Gefährliches Spielzeug“, 1967 (aus dem Landesfilmarchiv)
  • 20:30 Uhr: Parks und Gärten in Schwerin, 1985
  • 21:10 Uhr: Der Besuch Erich Honeckers in Schwerin am 20. Mai 1987
  • 21:45 Uhr: Die Wahl der ersten „Miss DDR“ im September 1990 in Schwerin

Nähere Informationen zu den beiden Filmen aus dem Landesfilmarchiv MV:

Schwerin 1959

Der in schwarz-weiß und stumm gedrehte 16 mm-Film des „Amateurfilmstudios Schwerin“ zeigt Bilder der Bezirksstadt Schwerin und bietet fast 60 Jahre später sehr interessante Einblicke. Es sind folgende Aufnahmen zu sehen:

  • das Stadtbild: Marienplatz mit Kreisverkehr, Modell der Weststadt, Innenstadt)
  • Einkaufsmöglichkeiten (Welt im Buch, Industriewaren Süd, HO Warenhaus Einheit, erste Selbstbedienungsgeschäfte, KONSUM Haus der Geschenke
  • Sportstätten: Strand in Zippendorf, Bau der Sport- und Kongreßhalle, Seglerheim, Sportclub, Sportplatz Lambrechtsgrund
  • Betriebe: Werkzeugmacher, Näherinnen, Deutsche Holzwerke, Kfz-Instandsetzungswerk, Schall & Schwencke-Brauerei, PGH-Friseure Zentralsalon
  • Nahverkehr: Straßenbahndepot, Kraftverkehr, Busbahnhof, Pfaffenteichfähre
  • soziale Einrichtungen: Kindergarten Lambrechtsgrund, Käthe-Kollwitz-Schule, Krankentransport, Krankenhaus, Röntgenuntersuchung, Kindergarten Schloßgarten, Feierabendheim Friedrichsthal, Haus der Pioniere
  • Sehenswürdigkeiten: u.a. Zoo Schwerin

Länge: 21:25 Minuten

 

„Gefährliches Spielzeug“ 1967

Der schwarz-weiß und mit Magnetton ausgestattete 16 mm-Film wurde offensichtlich im Betriebsfilmstudio der Eisenbahn Schwerin im Jahr 1967/1968 produziert. Er verdeutlicht die Gefährlichkeit der Munitionsüberreste des zweiten Weltkrieges vor dem Hintergrund von mit Fundmunition spielenden Kindern.
Kamera und Regie: Rolf Gellien, Länge: 16:25 Minuten

 

Sabine Matthiesen

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