Kindergarten für ALLE war Vorbild für weitere Einrichtungen

Erste integrative Kita in MV feiert 20. Geburtstag

Retgendorf – Der evangelische integrative Kindergarten für ALLE in Trägerschaft des Diakoniewerkes Neues Ufer wurde Anfang Februar 20 Jahre alt. Neben Eltern, Erziehern und Kindern feierten auch Vertreter der Gemeinde und der Kirche dieses Jubiläum. Als die Kita 1992 gegründet wurde, war das Konzept, Kinder mit einer Behinderung in den Kita-Alltag zu integrieren, völlig neu in Mecklenburg-Vorpommern. Heute hat der Kindergarten für ALLE Vorbildcharakter für zahlreiche andere integrative Einrichtungen.

„Angefangen hatte die Erfolgsgeschichte des Kindergartens für ALLE mit einer Frau, die einen Kitaplatz für ihre behinderte Tochter suchte”, erzählte Ivonne Wünsche, die beim Diakoniewerk Neues Ufer für den Bereich integrative Einrichtungen verantwortlich ist. „So etwas gab es 1992 in Mecklenburg-Vorpommern allerdings noch nicht. Deshalb begann die engagierte Mutter zusammen mit der heutigen Kitaleiterin Angela Folgmann ein Konzept für einen integrativen Kindergarten zu erarbeiten – einen Kindergarten für ALLE.” Die Idee überzeugte und so öffnete die Kita ihre Räume in Rampe auf dem Gelände des Diakoniewerkes Neues Ufer. Bald waren die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichend und ein neuer Standort musste her. Die Gemeinde Dobin am See stellte Bauland in malerischer Umgebung mit Blick auf den Schweriner See in Retgendorf zur Verfügung. 2003 zogen die Kinder in den modernen Neubau, in dem der Kindergarten für ALLE und die kommunale Kita zu einer Einrichtung wurden. Das Haus, das allen Bedürfnissen eines integrativen Kindergartens folgend errichtet wurde,  bot ausreichend Platz für sieben Kindergartengruppen. Dort fand nun im Rahmen des täglichen Morgenkreises auch die Geburtstagsfeier statt.

Unter den zahlreichen Gratulanten befand sich Landespastor Martin Scriba: „Der Landesverband der Diakonie beglückwünscht alle, die zum Erfolg dieser Einrichtung beigetragen haben. Wir werden uns weiter dafür stark machen, dass die Rahmenbedingungen für die Erzieherinnen verbessert werden und sie mehr Zeit für die Kinder statt für den Papierkram haben.”

maxpress


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