UB-Fraktion weiter gegen Schließung der Schwimmhallen

OB soll Untersuchungsergebnisse vorlegen

Die Fraktion „Unabhängige Bürger“ verlegte am vergangenen Montag ihre erste Sitzung nach der Sommerpause in den Sieben-Seen-Sportpark, um mit der Geschäftsführung der FIT-GmbH über die Zukunft der Schweriner Schwimmhallen zu diskutieren. „Seit Jahren setzen wir uns in der Stadtvertretung entschieden für den Erhalt der beiden Schwimmhallen auf dem Dreesch und in Lankow ein. Immer wieder forderten wir vom Oberbürgermeister eine Untersuchung verschiedener Sanierungsvarianten für die alten Hallen, um die Bau- und Betriebskosten mit denen des geplanten Neubaus am Sieben-Seen-Sportpark vergleichen zu können. Wie wir nun wissen, sind bereits 2005 neue vergleichende Untersuchungen durchgeführt und Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt worden. Den Stadtvertretern und Bürgern aber werden diese wichtigen Daten bis heute vorenthalten. Wir fordern den Oberbürgermeister daher auf, schnellstmöglich die Untersuchungsergebnisse der Stadtvertretung zu präsentieren, damit dort über die Zukunft der Hallen entschieden werden kann.“, erklärte Silvio Horn als finanzpolitischer Sprecher der Unabhängigen Bürger. Mehr als zweitausend Schwimmhallennutzer haben nach Informationen der UB-Fraktion in den vergangenen Monaten mit ihrer Unterschrift dagegen protestiert, dass die wohnortnahen Lankower und Dreescher Schwimmhallen im Zuge eines Neubaus geschlossen werden sollen.

Deswegen, so UB-Stadtvertreter Jan Szymik, müssen neben finanziellen Kriterien auch ordnungspolitische, städtebauliche und baurechtliche Aspekte bei einer Entscheidung berücksichtigt werden. „Wir brauchen zum Thema Schwimmhallen endlich eine detaillierte Befassung der Stadtvertretung und ihrer Ausschüsse. Diese muss u.a. berücksichtigen, dass für den Schwimmunterricht kurze Wege benötigt werden und dass attraktive Stadtteilangebote erhalten bleiben. Dass der Oberbürgermeister mit dem Innenministerium über seine Pläne spricht, ist gut und richtig, aber bitte nicht ohne Einbindung der Stadtvertretung. Es kann nicht angehen, dass der Oberbürgermeister in diesen Gesprächen bereits den Abriss der beiden Schwimmhallen und einen Neubau als wirtschaftlich verkauft, ohne dass sich die politisch Verantwortlichen jemals damit befassen oder gar eine Entscheidung treffen konnten. Nur die Stadtvertretung hat zu entscheiden, wo und wie gebaut bzw. saniert wird! Solange hierzu kein politischer Beschluss gefasst wurde, sind Gespräche zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ohne jeden Praxisbezug. Die bisherigen Standorte in Lankow und auf dem Dreesch werden wir jedenfalls nicht ohne weiteres aufgeben“, sagte Architekt Jan Szymik als baupolitischer Sprecher der Unabhängigen Bürger.


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